Arbeitsgemeinschaft

Bahnen und Bergbau e.V. Bad Ems

 

Eitelborner Barbara im weißen Gewand

Alle Jahre wieder lädt die Bad Emser Arbeitsgemeinschaft Bahnen und Bergbau (AGBB) amBarbara Eitelborn 2017 (4)kl 4. Dezember zu einem urigen „Event“, dem Barbaramarsch, mit dem die Anmarschwege der im Emser Bergbau tätigen Kumpel von ihren Heimatorten zur Arbeitsstätte nachvollzogen werden. Die Information „der Marsch findet bei jedem Wetter statt“ hatte in diesem Jahr eine interessante Komponente, denn es hatte am Vortag ordentlich geschneit. Und so trafen sich zu früher Stunde am Montag sage und schreibe 70 wackere Damen und Herren in der weiß dekorierten Augstgemeinde Eitelborn, um in Richtung Emsbachtal zu laufen. Start war um Punkt 4.30 Uhr und das Ziel die imaginäre Frühschicht auf der Emser Hütte um 6.00 Uhr.

Barbara Eitelborn 2017 (1)klDer Schutzpatronin Sankt Barbara – zuständig für „explosive“ Berufsstände wie dem des Bergmanns – wurde im vergangenen Jahr in Eitelborn mit der neu erbauten Barbara-Kapelle eine besondere Heimstadt geweiht. Deshalb war es Ehrensache, dass der Barbaramarsch dorthin einen Abstecher unternahm. Kapellenvereinsvorstand (und Orts-OB) Norbert Blath begrüßte die lampenbewaffneten Frühaufsteher, wies auf die Kapelle sowie den starken Bergbaubezug der Augst-Dörfer hin und wünschte dem Marsch einen guten Verlauf.

Mit diesen guten Wünschen ging es dann „auf die Piste“, was in Barbara Eitelborn 2017 (11)klAnbetracht der Zuckerbäckerlandschaft wörtlich zu verstehen ist. Die bei trockenem Wetter eher unspektakuläre und in einer guten Stunde laufbare Route erwies sich als ambitioniert. Dennoch meisterten alle die matschigen, schneeglatten Gefälle und Steigungen erstaunlich sicher und unfallfrei – obwohl der älteste Teilnehmer 85 Lenze jung war.

Über den Burgweg war schnell der Wald und die Ruine der Sporkenburg erreicht. Nach einer Sammelpause mussten alle einzeln hintereinander ins Tal des Theilenbachs kraxeln, denn der abwärts führende Pfad war hier recht schmal. Mit der Passage des hölzernen Bachstegs konnte aufgeatmet werden, denn die strammste Strecke war abgehakt. Nahe dem Forsthaus Eichwald traf man auf die Sohle des Emsbachtals, von wo es bequem via Rad- und Wanderweg dem ersehnten Ziel entgegen ging.

Barbara Eitelborn 2017 (10)klAls Lohn der Anstrengungen lockte in der Kreuzmühle ein leckeres Frühstück, auf das sich alle mit großem Appetit stürzten. Um sieben Uhr hieß es abermals aufbrechen, denn ein Omnibus brachte die gestärkte und an Erlebnissen reich gewordene Truppe wieder zu den Fahrzeugen an den Startort zurück. Der 22. Barbaramarsch ist für die AGBB nun abgehakt. Für 2018 hat man sich den Montabaurer Ortsteil Elgendorf als Startgemeinde ausgeguckt.

 

Frank Girmann

 

 

Die bisherigen Barbaramärsche  (in Klammer Wochentag/Teilnehmerzahl):

1996 Welschneudorf (Di/13), 1997 Oberelbert  Do/17), 1998 Becheln (Fr/18), 1999 Eitelborn (Fr/103), 2000 Zimmerschied  (Mo/53), 2001 Arzbach (Di/62), 2002 Dausenau (Mi/93), 2003 Frücht (Do/56), 2004 Sulzbach (Sa/115), 2005 Kadenbach (So/77), 2006 Hömberg (Mo/82), 2007  Nievern (Di/54), 2008 Nassau (Do/62), 2009 Friedrichssegen (Fr/60), 2010 Kadenbach (Sa/109), 2011 Braubach (So/45), 2012 Misselberg (Di/47), 2013 Koblenz-Arenberg (Mi/52), 2014 Niederelbert (Do/62), 2015 Fachbach (Fr/60), 2016 Winden (So/80), 2017 Eitelborn (Mo/70).

 

 

 

Die Bilder zeigen die Barbara-Marschierer bei der Begrüßung durch Norbert Blath an der Barbarakapelle, am Steg über den Theilenbach, bei einem Sammelstopp am Forsthaus Eichwald sowie beim Frühstück in der Kreuzmühle. Alle Fotos: Frank Girmann